1926 gab es die erste Schützen-Festhalle, die aber nach wie vor nur wenig Glanz und Gemütlichkeit ausstrahlte. Vom
Hauptzelt, das knapp 400 Menschen Platz bot, war die Kleinkaliberanlage in Richtung zum Wall, auf dem heutzutage die
Bavaria, Bayerns Schutzpatronin steht. Anfangs war das Hauptzelt zu den Schießständen, die damals noch unter freiem
Himmel standen, vollkommen offen, was dazu führte dass immer reger Windzug herrschte, was das Schießen nicht
vereinfachte. Im Laufe der Zeit wurde das Zelt immer wieder vergrößert und verbessert, es blieb jedoch gegenüber den
prächtigen und prunkvollen Bauten der Brauerei immer ein Provisorium.
Auch die Verlegung an den Standort des heutigen Käfer-Zeltes brachte keine Besserung. Die Schützen-Festhalle lockte
außer, die am Oktoberfest Landes- und Feuerschießen teilnehmenden Schützen, niemanden an.
Nicht immer war das Schützen-Festzelt mit einer derart großen Gastronomie verbunden, ganz im Gegenteil, die
Gastronomie beschränkte sich eher auf die Getränkevergabe, denn eine Küche gab es noch nicht. Doch wie fanden dann
die Festessen und die Siegerehrungen statt? Eines ist sicher, im Schützen-Festzelt fanden sie auf keinen Fall
statt, denn die Schützen gingen zum benachbarten Schottenhamel Festzelt, das bereits eine ausgesprochen gute Küche
hatte.
1961 wich das Provisorium der heutigen Schützen-Festhalle, an ihren abgestammten Platz, zur Rechten der Bavaria
zurück. In den folgenden Jahren, bis heute, wurde aus dem anfangs nackten, undichten und ungemütlichen Bierzelt,
eine gemütliche Festhalle. Aber nicht nur das Festzelt wurde verbessert und vergrößert, sondern auch die
Schießanlage wurde der heutigen Technik angepasst.

















